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Kartonplanung

Den passenden Masterkarton finden

Einen Masterkarton zu finden und einen vorhandenen Karton zu füllen sind zwei verschiedene Aufgaben. Im ersten Fall suchst du die Verpackung für eine gewünschte Stückzahl. Im zweiten ist der nutzbare Innenraum bereits vorgegeben. Diese Richtung entscheidet, welche Maße der Rechner als Eingabe braucht.

Den passenden Masterkarton findenInnenmaßAußenmaß
Schematische Darstellung · keine Ladungssicherungsprüfung

Das Wichtigste

Bestimme erst eine zulässige Produktanordnung und den dafür benötigten Innenraum. Leite daraus mit dem Verpackungslieferanten die realen Außenmaße ab und prüfe anschließend die Palettenbelegung.

Stückzahl und Randbedingungen festlegen

Beginne mit der gewünschten Anzahl je Masterkarton und den Außenmaßen der enthaltenen Einzelverpackungen. Ergänze Produktgewicht, erlaubte Drehungen und die Frage, ob liegende oder gestapelte Anordnungen zulässig sind. Schutzmaterial und erforderliche Trennungen gehören von Anfang an zur Aufgabe.

Ein möglichst kompakter Quader ist nicht immer die beste Versandverpackung. Entnahme, manuelle Handhabung, Verschluss und die spätere Palettenbelegung können andere Proportionen sinnvoll machen. Dokumentiere diese Ziele, bevor du mehrere Formate vergleichst.

Innenmaße und Außenmaße getrennt führen

Der nutzbare Innenraum bestimmt, ob die Einzelverpackungen hineinpassen. Die Außenmaße des fertigen Masterkartons bestimmen dagegen seinen Platz auf Palette und im Container. Herstellerkataloge können Kartongrößen als Innenmaße angeben; Macfarlane beschreibt diese Angabe beispielsweise in Millimetern.

Prüfe deshalb immer die konkrete Maßdefinition des Lieferanten. Wandaufbau, Falze und Verschluss beeinflussen den Übergang nach außen. Ein pauschaler Zuschlag ist keine allgemeingültige Norm und sollte nicht als Standard-Wandstärke ausgegeben werden.

Anordnungen achsenweise berechnen

Eine einfache Rasteranordnung multipliziert die Zahl der Einheiten pro Richtung mit der jeweiligen Produktabmessung. Sechs Einheiten mit je 20 cm entlang einer Achse benötigen dort rein geometrisch 120 cm. Das ist eine Veranschaulichung, keine Empfehlung für ein übliches Masterkartonformat.

Für jede zulässige Drehung entstehen andere Abmessungen des Gesamtblocks. Vergleiche mehrere Anordnungen und berücksichtige die übrigen Achsen ebenso. Das Produktvolumen allein verrät nicht, welche Quaderform die gewünschte Stückzahl tatsächlich aufnehmen kann.

Raster als Ausgangspunkt

Anordnung a × b × c: Stückzahl = a · b · c.

Geometrischer Block: a · Produktlänge × b · Produktbreite × c · Produkthöhe.

Schutzabstände und Zwischenlagen anschließend ausdrücklich ergänzen.

Schutzraum und Verpackungsaufbau ergänzen

Ergänze das Raster um tatsächlich erforderliche Abstände, Polster und Trenneinsätze. Die Werte hängen vom Produkt und der gewählten Verpackung ab. Zu wenig Spielraum kann das Einpacken verhindern; unnötiger Freiraum kann Bewegung zulassen und das äußere Versandvolumen vergrößern.

Lass den Lieferanten zum abgestimmten Innenraum das passende Außenmaß und die Konstruktion bestätigen. Übertrage erst diese Außenmaße in den Palettenrechner. Schon kleine Änderungen können beeinflussen, wie viele Masterkartons in eine Lage passen.

Den Musterkarton unter realen Bedingungen prüfen

Prüfe einen aufgebauten, befüllten und verschlossenen Musterkarton. Kontrolliere Einlegen, Entnahme, Sitz der Einsätze und die tatsächlichen Außenmaße. Die geometrische Planung ersetzt keine Prüfung der Verpackungsfestigkeit oder Produkteignung.

Wenn ein bestehender Karton gefüllt werden soll, miss stattdessen dessen nutzbare Innenmaße und berechne die mögliche Stückzahl unter denselben Orientierungs- und Schutzregeln. So bleibt klar, ob das Ergebnis eine Formatidee oder die Füllmenge eines bereits feststehenden Kartons beschreibt.

Mit eigenen Daten rechnen

Von der gewünschten Stückzahl zum Umkarton: Innenraum, Orientierung, Schutzabstände und spätere Außenmaße sauber unterscheiden.

Masterkarton und Füllmenge planen

Quellen und weiterführende Informationen